Nicht nur für Umsteiger – 8 vegane Ei-Alternativen
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Nicht nur für Umsteiger – 8 vegane Ei-Alternativen

In der traditionellen Küche machen Eier Gebäck schön saftig und werden genutzt, um Soßen zu binden. Lässt sich ohne Eier überhaupt einen Kuchen backen oder ein (pflanzliches) Schnitzel panieren? Dass es möglich ist, zeigen unsere veganen Ei-Alternativen.

Tipps für ein veganes Back- und Kochvergnügen. Alle Angaben entsprechen einem Ei:

Sojamehl

  • 2 EL vollfettes Sojamehl mit Wasser anrühren
  • Beim Backen gilt: pro TL Backpulver je 0,25 TL Sojamehl hinzurechnen
  • Eignet sich auch zum Panieren
  • Geschmackneutral

Kichererbsenmehl

  • 2 EL des Mehls mit Wasser anrühren
  • Geschmack der Kichererbsen schmeckt man leicht heraus
  • Eignet sich auch zum Panieren

Seidentofu

  • 75 g für ein Ei
  • Hervorragend zum Verwenden von Rührei bzw. Rührtofu; hierfür am besten Kurkuma für die gelbe Farbe nehmen und eine Prise schwarzes Salz für einen leicht schwefeligen Geschmack
  • Seidentofu ist besonders geschmacksneutral

Apfelmus

  • 80 g Apfelmus
  • Ersatz für bis zu 3 Eiern beim Backen
  • Kuchen und Gebäcke werden saftig
  • Apfelgeschmack verschwindet nach dem Backen

Leinsamen

  • 1,5 EL gemahlene Leinsamen in 75 ml Wasser quellen lassen
  • Tipp: Eignet sich eher für dunkle Backwaren, da der Teig leicht grau wird
  • Geschmacksneutral

Reife Bananen

  • 1/2 Banane zerdrücken und im Kuchenteig verarbeiten
  • Ersatz zum Backen für bis zu 4 Eiern
  • Leichter Bananengeschmack

Ei-Ersatzpulver (z.B. auf Basis von Kartoffelstärke und Tapiokamehl)

  • 1 TL mit 2 EL Wasser verrühren
  • 200 g können bis zu 66 Eiern ersetzen.
  • Beispielsweise liegt der Preis für eine Packung “No Egg” bei ca. 4,50 Euro und ist im Preis-Leistungs-Verhältnis zum klassischen Ei unschlagbar
  • Geschmacksneutral
  • Zum Backen und Panieren geeignet

Stärke

  • 2 TL Stärke (zum Beispiel klassisches Mehl, Stärkemehl oder Johannisbrotkernmehl) mit 3 TL Wasser anrühren
  • Eignet sich zum Binden von Soßen
  • Geschmacksneutral

Weitere Tipps zur Zubereitung veganer Ei-Alternativen:

Sojamilch und Sojasahne zum Bestreichen von Gebäck

  • 1 EL Sojadrink oder Sojasahne mit 1 EL Öl vermischen

Binden von Bratlingen

  • Hierzu eignet sich Paniermehl, aber auch Soja-, Kichererbsen- und Pfeilwurzelmehl sowie Johannisbrotkernmehl
  • Ebenfalls: Tomatenmark oder Gemüsepüree
  • Nicht ganz einfach in der Handhabung, da der Bindeeffekt erst nach einiger Zeit einsetzt

Was sind die Vorteile von Ei-Alternativen?

Tierliebe

In Legebatterien produzieren Hühner wortwörtlich Eier am laufenden Band. Sie verbringen ihr Leben eingefercht auf engstem Raum. Doch auch bei massenhafter Bodenhaltung haben sie oftmals nicht ausreichend Platz für eine artgerechte, natürliche Lebensweise. Zudem werden männliche Küken in der industriellen Landwirtschaft nach dem Schlüpfen auszusortieren und getötet. Alleine in Deutschland sterben auf diese Weise jedes Jahr 45 Millionen Küken.

Kein Antibiotikum  

Hinzu kommt, dass in der Hühnerhaltung sehr oft Medikamente wie Antibiotika eingesetzt werden und der Mensch diese mit verzehrt. Der Mensch kann somit Resistenzen gegen Antibiotika bilden und wird immun dagegen.

Zu hohe Cholesterinwerte

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Woche nicht mehr als drei Eier zu verzehren, um hohen Cholesterinwerten vorzubeugen. Erhöht sich der Cholesterinspiegel im Blut, kann es zu Herz-Kreisauf-Problemen kommen, heißt es. Vor allem bei denjenigen, die sich nicht ausreichend gesund und abwechslungsreich ernähren, besteht die Gefahr. Wer auf eine vegane Ernährung umsteigt, sollte die geeignete Ei-Alternative für sich finden.

Da aller Anfang jedoch schwer ist, empfiehlt es sich, verschiedene Alternativen zu testen und die beste für sich auszuwählen.

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