Vegan Grillen: So gelingt die nächste Gartenparty
Vegan Grillen: So gelingt die nächste Gartenparty | © stockcreations @ Shutterstock.com

Vegan Grillen: So gelingt die nächste Gartenparty

Der Sommer ist da und mit ihm auch die Sonne. Da gehört in Deutschland das Anwerfen des Grills genauso zur Freizeitbeschäftigung wie Eis essen oder Schwimmen gehen. Dank der wachsenden Auswahl an Seitan-Filets oder Tofu-Würstchen können auch Veganer problemlos auf der nächsten Gartenparty mitfeiern. Ob Grillen oder Nichtgrillen ist längst nicht mehr die Frage.

Vielmehr wünschen sich auch beim abendlichen Grillfest immer mehr Menschen fleischlose Alternativen, um sich gesünder zu ernähren. Mit den folgenden Tipps (- von der Vorbereitung des Gemüse-Spießes bis hin zur Saucen-Zubereitung -) steht dem veganen Grillvergnügen nichts mehr im Wege.

Gemüse geht immer!

Gegrillte Paprika oder Folienkartoffeln – wenn Fleisch und Fisch rausfallen, sieht die Auswahl auf einigen Grillfesten schon eher mau aus. Dabei gibt es zahlreiche Gemüsesorten, die sich über der heißen Kohle lecker zubereiten lassen. Neben Paprika und Kartoffeln gehören hierzu Maiskolben, Zucchini, Zwiebeln, gefüllte Auberginen und Champignons oder auch Rote Beete. Wer möchte, kann auch zu Brokkoli oder Blumenkohl greifen, sollte diesen aber vorher kurz blanchieren.

Was viele nicht wissen: Beim Grillen bleiben die im Gemüse enthaltenen Nährstoffe und Vitamine besser erhalten als beim Kochen. So sind gegrillte Champignons, Brokkoli, Zucchini bspw. wertvolle Eiweißquellen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man sein Essen nicht zu lange über der Glut lässt. Je nach Sorte sind fünf bis zehn Minuten der Richtwert, an dem man sich orientieren sollte.

Vorbereitung ist alles!

Ob Elektro-, Gas- oder Holzkohlengrill ist dabei für die Zubereitung unerheblich. Wichtiger ist es, passende Grillschalen griffbereit zu haben, denn schwarz werden sollte das Gemüse besser nicht. Rhabarber-, Kohl- oder Bananenblätter sind hier die umweltfreundliche Alternative zu Aluminiumschalen oder Alu-Folie.

Auch Grill-Körbe oder -Woks aus Edelstahl können mehrfach verwendet werden und verhindern, dass Gemüsestückchen durch das Grillrost fallen. Wer sein Gemüse auf Holzspießen vorbereiten möchte, sollte letztere vor dem Befüllen eine Zeitlang in kaltes Wasser legen, damit sie nicht zu sehr anbrennen.

Immer mehr vegane Grill-Möglichkeiten dank Seitan und Co.

Wem Gemüse als Hauptgericht nicht ausreicht, der kann mittlerweile auch auf eine beachtliche Auswahl an veganem Grillgut zurückgreifen. In Bio- und Feinkostläden und gut sortierten Supermärkten gibt es einige Alternativprodukte auf Basis von pflanzlichem Eiweiß, die häufig sowohl in Form als auch im Geschmack dem Schnitzel, Steak oder Grillwürstchen ähneln. Und auch in den Kühltheken der Discounter wie Lidl oder Aldi findet man immer häufiger auch Tofu-Schnitzel oder vegane Burger für den Grill.

Insbesondere Tofu ist ein wahrer Alleskönner: Ob mild oder feurig gewürzt, als Kugel oder Würfel oder als Füllung fürs Gemüse – der Kreativität sind bei dem Produkt aus Sojaprotein keine Grenzen gesetzt. Etwas würziger und fester in der Konsistenz sind die Gemische aus Weizeneiweiß im Seitan-Sortiment. Und auch pflanzliche Frikadellen aus Buchweizen oder Grünkern haben mitunter einen sehr intensiven Geschmack.

Für alle veganen Grill-Produkte gilt:

  • Kühlkette nicht unterbrechen
  • nicht zu heiß und zu nah an der Glut grillen
  • lieber häufiger wenden und merhmals leicht mit Öl bepinseln (nicht über der Glut)
  • eine goldbraune Farbe verrät, dass es schmeckt
  • beim Einkauf die Zutatenliste überprüfen

Denn oft enthalten die veganen Grillprodukte relativ viel Fett oder viele gesättigte Fettsäuren und werden mit Konservierungsstoffen haltbar gemacht. Deshalb eilt ihnen auch der Ruf voraus, nicht gerade gesund zu sein. Ihr Vorteil ist allerdings, dass sie auch eine wichtige Quelle für Vitamin B12 sein und so als Supplementation dienen können.

Lese auch: Tipps – Wie komme ich an mein Vitamin B12?

Vegan Grillen: Originelle Saucen liefern die Pointe

Abgerundet wird das vegane Grill-Menü mit knackigem Salat und selbstgemachten Marinaden. Tofu, Seitan oder Gemüse lassen sich ganz einfach mit Kräutern, gehacktem Knoblauch, frischen oder getrockneten Tomaten sowie Oliven oder Kapern verfeinern.

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Leckere Würzmischungen sowie ausgefallene Saucen überzeugen auch immer wieder grillende Nicht-Veganer. Chutneys mit Mango- und Fenchel-Note oder einem Hauch Zitronenmelisse bieten im Vergleich zu Ketchup und Senf ganz neue Geschmackserlebnisse. Spätestens mit diesen lässt sich jeder Grillabend (mit Freunden oder Kollegen) meistern.

Gruppendynamik nicht überbewerten!

Denn manchmal kann das muntere Brutzeln mit fleischessenden Freunden und Kollegen für Veganer zur heiklen Herausforderung werden. Wird der Fleischverzicht plötzlich zum Hauptgesprächsthema, ändert sich auch die Gruppendynamik schlagartig. Die Unsicherheit anderer, mit dem Thema Veganismus umzugehen, sollte man aber keinesfalls überbewerten.

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