Lebensmittel-Skandale seit 1980
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Lebensmittel-Skandale seit 1980

Verbraucherrecht und Verbraucherschutz – mächtige Worte, die den Bürgern Sicherheit schafft. Seit die Lebensmittelskandale sich häufen werden wir in regelmäßigen Abständen belehrt das es leider nur bei den Worten bleibt und die Kontrollen dahinter marode sind. Wir Verbraucher wissen mittlerweile das den Tieren großes Unrecht getan und unermäßliches Leid zugefügt wird, wie auch den Arbeitern in dieser Industrie, die massiv ausgebeutet werden bis ihre Seele krank wird. Darauf folgt das Volk, die all diese Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Wir wissen das die Industrie aus den Tieren “Lebensmittel” gemacht hat und Profitgetrieben sind. Die Ergebnisse all dieses Handels sind hier zusammengefasst:

Jahr 1980

Wachstumssteigernde Östrogene im Kalbfleisch nachgewiesen.

  • Als DES wird das synthetische Östrogen Diethylstilbestrol bezeichnet, das wachstumssteigernd wirkt. Babykosthersteller wie Hipp und Alete nehmen in Folge dessen ihre Kalbfleischkost vom Markt. DES kann beim Menschen Krebs auslösen.

Jahr 1985

Flüssigei-Affäre

  • Die “Flüssigei-Affäre” steht für die auf mikrobiell verdorbenen Nudeln. Das in den Teigwaren verwendete Flüssigei wurde vermischt –  mit gefährliche Bakterien, zermahlten toten Küken, Resten von Hühnermist und weiteren “Abfallresten”.

Glykolwein-Skandal

  • Der “Glykol-Skandal” stellt den Weinhandel auf eine harte Probe. 1985 wurde Glykol gepanschter Wein im deutschen Handel entdeckt. Glykol trägt eine leicht süßlich schmeckende Note, wird aber ansonsten als Frostschutzmittel verwendet und ist nicht für den Verzehr geeignet.

Jahr 1989

Listerien in Wurst und Käse

  • In französischen Weichkäsesorten und deutschen Leberpasteten wurden Listeriose-Bakterien nachgewiesen. Die Kontamination von Lebensmitteln mit Listerien kommt insbesondere durch Schlachten und Melken zustande.

Jahr 1996

Nikotinrückstände belasten Eier

  • Eier der Hühnerfarm von Anton Pohlmann gelangen in den Handel. Die Eier weisen Niktotinrückstände nach.

Jahr 2000

BSE – Bovine spongiforme Enzephalopathie

  • Die Medien werden durch den “Rinderwahnsinn” dominiert. Auch bekannt als BSE, auch bekannt unter “Bovine spongiforme Enzephalopathie” (zu deutsch: die schwammartige Gehirnkrankheit der Rinder). Menschen sterben an den Folgen der Creuzfeld-Jakob-Krankheit. Tausende von Tieren werden notgeschlachtet und der Export von Rindfleisch wird untersagt. Verbraucherschützer stellen die Sicherheit des Verfütterungsverbotes von Tiermehl in Frage. Kurz nachher wird in deutschen Haushalten wieder normal Fleisch verspeist.

Jahr 2001 

Gleich 3 Ereignisse ein Jahr später

Shrimps mit Antibiotikum und Chloramphenicol belastet

Fleischprodukte werden mit Wasser gestreckt

  • Die sogenannten Fleischpanscher, auch als Fleischhersteller bekannt, streckten Produkte wie Kochschinken und Schnitzel mit Wasser.

Schweinemast-Skandal

  • Schweinemast-Skandal in Deutschland – deutsche Tierärzte verkauften tonnenweise illegal Arzneimittel wie Hormone, Antibiotika und Impfstoffe an Schweinezuchtbetriebe.

Jahr 2002

Nitrofuran-Skandal

  • Nachdem bei Fleisch aus Brasilien Spuren des Antibiotikums Nitrofuran nachgewiesen wurde, sind thailändische Geflügelwaren auf den deutschen Markt gelangt, die ebenfalls Antibiotikumrückstände beinhalten. Nitrofuran gilt als krebserregend.

Nitrofen-Skandal

  • Das verbotene Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen wird in Hähnchen- und Putenfleisch, in daraus hergestellten Wurstwaren sowie in Eiern nachgewiesen. Diesmal sind 120 Bio-Betriebe betroffen, denn das Gift befand sich in verseuchtem Öko-Weizen.

Jahr 2003

Dioxinversuchtes Futtermittel

  • Rund 2000 Tonnen dioxinverseuchtes Futtermittel wurden aus Thüringen an Betriebe in Deutschland und den Niederlande versendet. Viele der belieferten Betriebe wurden kurzzeitlich gesperrt und tausende Tiere geschlachtet.

Jahr 2004

Gammelfleisch-Skandal

  • Eine in Güterfelde ansässige Firma hat Fleischwaren mit längst abgelaufenem Verfallsdatum umetikettiert und verkauft. Kunden waren unter anderem Seniorenheime und Gaststätten.

Jahr 2005

Europaweit werden Schlachtabfälle als Lebensmittel deklariert

Ekelfleisch-Skandal

  • Bis zu 50 Tonnen fauliges Fleisch sollen nach Angaben des Verbraucherschutzministerium in den Handel gelangt sein.

Jahr 2006

Gammelfleisch-Skandal

  • Es werden 50 Tonnen vergammeltes Fleisch in München beschlagnahmt. Außerdem 40 Tonnen in Passau und 40 Tonnen in Regensburg.

Gammelfleisch-Skandal bei Döner-Großlieferant

  • Es wird bekannt, dass ein bayrischer Händler 200 Tonnen Gammelfleisch weiter verkauft hat, das bundesweit zu Döner-Kebab verarbeitet wurde. Das Fleisch war teilweise vier Jahre über dem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Jahr 2007

Gammeleier in Nudeln und Backwaren

  • Eine Firma in Oberbayern hat bei der Lebensmittelherstellung Gammeleier verarbeitet. Mitarbeiter berichten, dass sogar Eier verwendet wurden, in denen sich bereits Maden eingenietet haben.

Jahr 2008

Verseuchtes Schweinefleisch aus Irland

Gammelkäse aus Italien

  • Nach Angaben von italienischen Behörden haben Händler vergammelten Käse aufbereitet und europaweit verkauft. Die Ermittler entdeckten in dem Käse Eisenstückchen, Würmer und Mäuseexkremente.

Jahr 2010

Verdorbenes Rindfleisch frisch verpackt

  • Der „Gammelfleisch-Skandal“ – verdorbenes Rindfleisch wurde frisch verpackt und in den Verkauf gegeben. Verseucht mit Keimen namens „Clostridium estertheticum“, die sich am besten ohne Sauerstoff bei Kühlschrank-Temperaturen entwickeln.

Dioxinskandal

  • Lebensmittelskandal um Dioxion belastetes Viehfutter aus der Ukraine beherrscht die Medien. Öko-Hühner, -Rinder, -Schweine, -Lämmer, -Ziegen und Michkühe wurden mit dem verseuchtem Mais gefüttert.

Jahr 2011

Dioxinskandal 2

Jahr 2012

Schweinefleisch wird zum Rind umgeschminkt

  • Um die Kunden zu täuschen, wurde Schweinefleisch mit Farbstoffen “umgeschminkt”, um es als Rindfleisch argentinischer Provinzen zu verkaufen. Der Landwirtschaftsminister bezeichnet den Skandal als respektlos allen Menschen gegenüber, die aus ethnischen oder religiösen Gründen kein Schwein essen dürfen.

Antibiotikaresistente Keime im Hähnchenfleisch

  • Auf zehn von 20 gekauften Fleischproben wurden antibiotikaresistente Keime gefunden. Die Keime im Fleisch stammen überwiegend aus der Tierhaltung. Hier wurden bei Untersuchungen auch E-coli und Salmonellen nachgewiesen. Die Bakterien können während der Schlachtung vom Tier auf das Fleisch übertragen werden.

Schweinefleisch mit Darmbakterien belastet

  • Jede vierte Portion Schweinefleisch enthält Keime, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind. Das untersuchte Fleisch weist das Enzym ESBL (Estended Spectrum Beta-Lactamasa) auf. Die Zahl der Infektionen von Menschen mit diesem Bakterium hat in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen.

Jahr 2013

Erneuter Gammelfleisch-Skandal

  • Ehemalige Angestellte erheben schwere Vorwürfe gegen eine Wurstfabrik in Niedersachsen. Demnach soll grünes Fleisch verwurstet worden sein. Nach Untersuchungen des Betriebes konnte eine erhöhte Belastung von Fäkalkeimen festgestellt werden.

Ekelfleisch auf Schlachthof in Coburg

  • Auf einem Schlachthof in Coburg wurde Rindfleisch der Kategorie 3 entdeckt. Dieses Fleisch ist für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Es darf lediglich als Hundefutter weiter verarbeitet werden. Trotzdem wurde das Ekelfleisch an kleinere Gasthäuser und Metzgereien verkauft.

Vergiftetes Rinderfutter

Pferdefleisch-Skandal

Jahr 2014

Wurstwaren mit resistenten Keimen

  • Salami, Mett und Teewurst sind oft mit bedenklichen Bakterien belastet. Als besonders bedenklich gelten Produkte aus Putenfleisch.

Betrug mit Neuland-Geflügel

  • Ein Landwirt aus Niedersachsen räumt ein, dass er jahrelang konventionell gehaltene Mastvögel als Neuland-Geflügel verkauft hat. Neuland ist ein bekanntes Gütesiegel, das für ethisch korrekten Konsum und artgerechte Tierhaltung steht. Konsumenten sind Bereit für dieses zertifizierte Geflügel einen höheren Einkaufspreis zu zahlen. Die Marke gilt als Aushängeschild für große Umweltvereine.

Hormone im Schweinefleisch

  • Damit die Sauen im Schweinestall gleichzeitig ihre Ferkel werfen, werden Hormone eingesetzt. Eine synchronisierte Geburt der Ferkel erspart dem Bauern Zeit und Geld. Doch besonders östrogenähnliche Hormone werden mit Brustkrebs in Verbindung gebracht.

Nun liegt es an uns Verbauchern zu handeln und etwas gegen Lebensmittelskandale zu unternehmen. Der erste Schritt in diese Richtung ist bewusster Konsum. Wir können dabei unsere eigene Welt gestalten.

Wer sich zusätzlich gegen die Praktiken der Industrie stark machen möchte, der kann sich der Organisation foodwatch anschließen. Foodwatch ist stets unabhängig vom Staat und kämpft für gesundheitlich unbedenkliche Produkte.

Erst wenn sich die Verbraucher zusammenschließen, bestimmen nicht mehr die Lobbyisten. Denn jeder hat beim Verzehr von Essen nur einen Wunsch: Wissen was drin ist, um eigenständig entscheiden zu können.

Ein kleiner Einblick – 2 Videos von vielen

Video „Rückblick – BSE-Krise in Deutschland“ auf BR.de

Video „Fleisch gammelt weiter – Forscher finden Clostridien in gekühltem Fleisch“ auf YouTube.

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